Beamtendarlehen
Das Beamtendarlehen ist ein Spezialkredit, der für Berufsgruppen wie Angestellte im öffentlichen Dienst, Beamte, Berufssoldaten, Akademiker, Polizei, Kaufmännische und Verwaltungsangestellte bestimmt ist. Gleichzeitig mit dem Darlehen wird auch eine Kapitallebensversicherung oder eine Rentenversicherung mit Kapitalwahlrecht abgeschlossen. Diese beträgt die gleiche Höhe wie das Darlehen und dient als Absicheung für die Familie des Darlehensnehmers. Im Todesfall des Kunden muss der Kredit nicht zurückgezahlt werden.
Da Angestellte dieser Berufsgruppen finanziell meistens gut gesichert sind, ist eine spezielle Kalkulationsgrundlage möglich die für niedrige Zinssätze und Laufzeiten zwischen 12-20 Jahren sorgt. Ein weiteres Plus bei dieser Finanzierungsart ist, dass der Zinssatz für die Dauer der ganzen Laufzeit festgeschrieben ist und somit nicht von der sich ständig ändernden Marktlage beeinflusst werden. Der Minimalbetrag liegt bei 5000 Euro und kann bis 75.000 Euro reichen. Prinzipiell darf jedoch die Darlehenssumme das 20-fache des Einkommens nicht überschreiten. Wenn man sich zu einem Beamtendarlehen entschließt, sollte man sich sicher sein, dass nach Abzug der monatlichen Fixkosten und Raten, noch immer folgende Geldsummen zur verfügung stehen: 750 Euro für Verheiratete, 600 Euro für Ledige und noch 240 Euro pro Kind. Laufzeit und Höhe des Darlehens wählt der Kunde. Bei Antragsstellung darf der Darlehensnehmer nicht Älter als 53 Jahre alt sein und die Laufzeit sollte nicht über das 75 Lebensjahr hinausgehen.
Das Besondere bei einem Beamtendarlehen ist die Kombination zwischen dem tilgungsfreien Darlehen und der Kapitallebensversicherung. Der Kunde zahlt die Versicherungsprämie und Zinsen, woraus am Ende der Vertragslaufzeit das Darlehen getilgt wird. Die Höhe der Versicherungssumme ist vom Eintrittsalter abhängig. Teiltilgungen von minimal 2500 Euro können jederzeit vorgenommen werden. Dadurch bleiben die monatlichen Raten für Lebensversicherung und Darlehenssumme gleich, nur die Zinsen werden weniger. Oft resultiert eine Überschussbeteiligung, die am Ende der Laufzeit ausgezahlt wird.
Das Beamtendarlehen ist nicht zweckgebunden, jedoch müssen bei Abschließung des Vertrages vorherige Darlehen – mit Ausnahme von Immobiliendarlehen – abgelöst werden. Das Darlehen für Beamte kann zur Umschuldung für teurer Dispo- oder Ratenkredite verwendet werden. Eine vorzeitige Kündigung ist jederzeit möglich, doch man sollte vor Augen halten, dass daraus steuerliche Nachteile resultieren können, falls 12 Jahre noch nicht abgelaufen sind.
Fazit: das zinsgünstige Beamtendarlehen ist das ideale Service-Packet, wenn es um die Sicherung der sorgenfreien Zukunft für sich und seine Familie geht.