FAQ
48. Wie werden Zinskonditionen ermittelt?
Bei Immobiliendarlehen wird die Höhe der Zinsen anhand der Kreditwürdigkeit (Bonität) des Kunden und anhand des Beleihungswertes der Immobilie ermittelt. Für Darlehen, die weniger als 60% des Beleihungswertes betragen, werden nur geringe Zinsen fällig.
Darlehen ab 80 % sind teurer, hier muss mit Zinsaufschlägen gerechnet werden. Die Höhe der Zinsen ist von der Kredithöhe abhängig. Für Darlehen von 100.000 Euro und darüber hinaus werden höhere Zinsen berechnet als für Kleinkredite von 50.000 Euro.
Ein weiterer Faktor der die Zinshöhe beeinflusst ist die Dauer der Zinsfestschreibung. Dies kann vom Kunden selbst gewählt werden. Sie liegt in der Regel zwischen fünf und 15 Jahren. Je länger die Zinsbindungszeit, umso höher liegen die Zinskosten. Liegen die Zinsen besonders niedrig, empfielt es sich sind lange Zinsbindungsfristen zu vereinbaren. In diesen Fällen wird meist auch ein Zinsaufschlag fällig, doch man hat für den Fall vorgesorgt, dass die Zinsen in der Zukunft wieder ansteigen. Am besten kann man steigenden Zinsen entgehen indem man Zinsbindungszeiten zwischen 10 bis 15 Jahren vereinbart. Einige Banken bieten auch Zinsbindungen über 30 Jahre an.
Liegen die Zinsen gerade hoch, sollten kurze Zinsbindungen vereinbart werden. So kann, wenn sich die Chance ergibt, der Vertrag zu besseren Konditionen verlängert werden.
Die dritte Möglichkeit sind variable Zinssätze. Diese richten sich nach dem aktuellen Marktzinssatz. Der Nachteil hier ist, dass der Kreditnehmer schneller über Zinserhöhungen, als über Zinssenkungen benachrichtigt wird.
Das Risiko sowohl bei kurzen Zinsbindungen, als auch bei variablen Zinssätzen ist dass das Zinsniveau nach kurzer Zeit wieder ansteigen und somit höhere Kosten verursachen kann.